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Rundbrief 2-2003 Lettera ai soci

Bolzano / Bozen, 17. Aprile / April 2003

An die Mitglieder der GfbV-Südtirol

Hilfe für die Hilflosen
Die GfbV ruft zur Unterstützung für Frauen- und Kinderprojekte von Medica Mondiale und WADI auf

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herrn, liebe Freundinnen, liebe Freunde
die GfbV arbeitet seit Jahren mit Organisationen und Parteien im irakischen Kurdistan zusammen. Das Land Südtirol finanzierte über die Entwicklungszusammenarbeit Mitte der 90er Jahre ein GfbV-Projekt zum Aufbau einer multinationalen Gemeinde (Kurden, Assyrer, Turkmenen und Araber). Jetzt ist im autonomen Kurdengebiet die Hilfe zur Selbsthilfe gefragt. Sinnvoll ist es deshalb, jene Organisationen zu unterstützen, die schon seit Jahren - auch während der Baath-Diktatur - in Kurdistan aktiv waren. Die GfbV-international plant außerdem ein Menschenrechtsbüro im irakischen Kurdistan. Ziel dieses Büros ist es, die Menschenrechtsverletzungen der 35-jährigen Baath-Diktatur (siehe Dossier) zu dokumentieren, religiöse und nationale Minderheiten in Kurdistan zu beraten. Zudem will die GfbV die europäischen Staaten dazu bewegen, dem Irak die Schulden zu erlassen. Die europäischen und us-amerikanischen Rüstungsfirmen, die in den vergangenen Jahren Handel mit dem Irak getrieben haben, sollen zur Wiedergutmachung angehalten werden.
Kurzfristig ist es aber notwendig, bereits bestehende Hilfsprojekte von WADI e.V. und Medica Mondiale e.V. zu unterstützen. Viele allein stehende Frauen mit Kindern sind unter den Flüchtlingen. Ihre Männer mussten in den Städten bleiben, wurden zum Dienst an der Kriegsfront eingezogen oder sind unter dem irakischen Regime umgekommen. Nur wenige Frauen haben Verwandte in Irakisch-Kurdistan, viele sind nach den Entbehrungen und dem Horror der pausenlosen Bombardements in einer sehr schlechten körperlichen und seelischen Verfassung. Die unter Schock stehenden Flüchtlinge brauchen dringend soziale und psychologische Betreuung vor Ort, bis sie sich wieder etwas erholt haben.
Ein Teil der Flüchtlinge im Nordirak beginnt zögerlich in seine meist zerstörten Heimatorte zurückzukehren. Ob diese Tendenz zunimmt, hängt auch von der Sicherheit in den von den Koalitionskräften eingenommenen Städten ab. Eine ausreichende humanitäre und medizinische Versorgung existiert dort zurzeit nicht. Viele Hilfslieferungen erreichen aus verschiedenen Gründen nicht ihren Bestimmungsort. Hilfe für Frauen und Kinder im Nordirak organisiert schon jetzt ein Zusammenschluss lokaler Frauenorganisationen mit Unterstützung von WADI e.V. und Medica Mondiale e.V. Die Frauen vor Ort wissen am besten, was sie brauchen und besitzen die nötigen Netzwerke, um hilfesuchende Frauen zu erreichen.

Nothilfeprojekt zur Krisenintervention
Schnell und unbürokratisch soll den Frauen in diesem Projekt mit mobilen Einsatzteams geholfen werden: Krankenschwestern, Sozialarbeiterinnen und Psychologinnen werden in den Gouvernements Suleymaniah und Neu-Kirkuk in die Flüchtlingslager gehen.

Mobile Teams
Die Einsatzteams, die aus einheimischen Fachfrauen zusammenstellt sind, werden auf die Frauen zugehen und sie betreuen. Insbesondere medizinische, psychologische und soziale Hilfe wird notwendig sein, um den unter Schock stehenden verwitweten Frauen und Männern mit ihren Kindern zu helfen.

Mitwirkung der irakischen Frauenverbände
Das Projekt wird von Mitarbeiterinnen aktiver irakischer Frauenverbände in den Städten Suleymaniah und Arbil getragen (in Kooperation von WADI und Medica Mondiale).

Weitere von Medica Mondiale unterstützte Projekte im Irak:
1) NAWA Centre for Women in Distress in Suleymaniah (Nordirak). Hier betreibt WADI seit sechs Jahren ein Frauenzentrum mit Beratungsstelle und Frauenhaus, das bis zu 18 Frauen mit Kindern aufnehmen kann. Bei akuten familiären Problemen fängt dieses Haus Frauen auf und bietet ihnen die Möglichkeit einer Langzeittherapie an.
2) Psychosoziale Begleitung, Beratung und Telefonhotline. Eine Psychologin und mehrere Sozialarbeiterinnen stehen Frauen in der persönlichen Beratung zur Verfügung und vermitteln auf Wunsch Rechtsbeistand. Adressatinnen des Hilfsprogramms sind alle Frauen und Mädchen, deren physische, psychische, soziale und politische Integrität verletzt wurde. Und zwar durch schon seit langem andauernde, Frauen unterdrückende Strukturen im Irak.
3) Netzwerk mit anderen nordirakischen Frauenorganisationen. Basierend auf der Erfahrung der Arbeit mit Frauen in anderen Kriegsgebieten fördern Medica Mondiale und WADI die Vernetzung mit anderen irakischen Frauenorganisationen. Das Ziel: Die Wiederherstellung eines Kommunikationsverbundes und Stärkung von Frauenressourcen im Land.

Zusammenarbeit mit WADI
Die Abwicklung und das Monitoring, also die laufende Begleitung und Überwachung des Projekts liegen in der Hand einer erfahrenen Partnerorganisation: Seit 1991 ist WADI, ein Zusammenschluss von Einzelpersonen und Gruppen, in der Initiierung und Unterstützung von Hilfsprojekten im Irak und in Irakisch-Kurdistan tätig. Die Organisation arbeitet vor allem für Frauen in psychischen Notsituationen und Opfer sexueller Gewalt, für Gefangene und Flüchtlinge.
Seit 1995 unterhält WADI in Irakisch-Kurdistan ein eigenes Büro, lokale MitarbeiterInnen betreuen von dort die verschiedenen Projekte. Außerdem arbeitet der Verein mit verschiedenen lokalen und internationalen Organisationen und UN-Agenturen zusammen und unterstützt einen Zusammenschluss lokaler Frauenorganisationen. In Jordanien und Israel/Palästina unterstützt WADI lokale Frauen- und Hilfsorganisationen.

Weitere WADI-Projekte im irakischen Kurdistan:
1) Kindergärten für Flüchtlingskinder aus Kirkuk (Suleymaniah, 1999). Kindergärten gehören schon seit mehreren Jahrzehnten zu den sozialen Einrichtungen in Irakisch-Kurdistan. Doch seit dem Aufstand der Kurden 1991 gegen das Regime in Bagdad und der daran anschließenden Errichtung einer "Autonomen Zone" im Norden des Irak wurde es für die Kindergärten zunehmend schwerer zu arbeiten, da die wirtschaftliche Lage schlecht und viele der vormals vorhandenen Einrichtungen, wie zum Beispiel Kindergartenbusse, aufgrund der schlechten ökonomischen Situation nicht mehr unterhaltbar sind. Trotzdem können die Kinder dort eine warme Mahlzeit pro Tag und Kleider erhalten. Für die Kosten kommt WADI auf.
2) Im Sommer 1995 eröffnete WADI in Kooperation mit der kurdischen Frauenorganisation Komalla Afretan eine Frauenbibliothek in der Kleinstadt Kifri. Kifri liegt im äußersten Süden der kurdischen Autonomiegebiete. Da es in der kurdischen Gesellschaft außerhalb der Privatsphäre des Wohnhauses so gut wie keine öffentlichen Räume gibt, in denen Frauen sich ungestört treffen und über ihre Probleme sprechen können, hat diese Bibliothek zudem eine wichtige soziale Funktion. Geleitet wird die Einrichtung von mehreren Frauen.

Detaillierte Berichte über die Arbeit von Medica Mondiale e.V. siehe: www.medicamondiale.org

Ausführlichere Informationen über WADI e.V. und die verschiedenen WADI e.V.-Projekte im Irak: www.wadinet.de; www.wadinet.de/projekte/frauen/khanzad/khanzad.htm; www.wadinet.de/projekte/frauen/kifri/kifri.htm; www.wadinet.de/projekte/fluechtlinge/kinder/kindergaerten.htm; www.wadinet.de/projekte/frauen/nawa/berichtnawa2000.htm

Spendenkonten:
Medica Mondiale e.V. - Raiffeisenkasse Laas, Kontonummer: 0300018724
Medica Mondiale e.V. - Sparkasse Bonn, Kontonummer: 45000163 - BLZ 38050000
WADI e.V. - Postbank Frankfurt a. M, Kontonummer: 612305-602 - BLZ 50010060

Für die GfbV - P. Hugo Senoner, Mauro di Vieste


Ai Soci dell'Associazione per i popoli minacciati - Sudtirolo

Aiuti per l'emergenza
L'APM chiede un sostegno per i progetti a favore di donne e bambini delle organizzazioni Medica Mondiale e Wadi

Caro socio, cara socia
Da anni l'Associazione per i popoli minacciati collabora con organizzazioni e partiti del Kurdistan iracheno. Verso la metà degli anni '90 l'Ufficio per la Cooperazione allo Sviluppo della Provincia Autonoma di Bolzano ha finanziato un progetto dell'APM per la costruzione di un villaggio multietnico (Kurdi, assiri, Turkmeni e Arabi). Ora la regione autonoma kurda ha bisogno di aiuti per incentivare l'auto-aiuto. Crediamo che la massima efficacia possa essere raggiunta sostenendo quelle organizzazioni che lavorano già da anni, anche durante la dittatura Baath, in Kurdistan.
L'APM vorrebbe aprire un ufficio per i diritti umani nel Kurdistan iracheno, che dovrebbe documentare le violazioni dei diritti umani commesse nei 35 anni della dittatura Baath e di fornire consulenza alle minoranze etniche e religiose del Kurdistan. L'APM chiede inoltre ai paesi europei di cancellare definitivamente tutti i debiti esteri dell'Iraq. Le ditte produttrici di armamenti statunitensi ed europee, che negli scorsi anni hanno concluso affari con l'Iraq devono essere costrette al risarcimento.
A breve termine è importante sostenere i progetti già esistenti di Wadi e Medica Mondiale. Tra i profughi ci sono molte donne sole: gli uomini hanno dovuto fermarsi nelle città, sono stati chiamati al servizio militare sul fronte oppure sono morti sotto il regime iracheno. Sono poche le donne ad avere parenti nel Kurdistan iracheno, e dopo i bombardamenti ininterrotti e tutto l'orrore passato molte soffrono di esaurimento fisico e psichico. I profughi sotto shock hanno un urgente bisogno di assistenza sociale e psicologica.
Nel Nord dell'Iraq una parte dei profughi inizia a tornare con titubanza nei villaggi d'origine, che nella maggior parte dei casi ritrova completamente distrutti. Il futuro ritorno a casa dei profughi dipenderà anche dal grado di sicurezza che le forze alleate riusciranno a garantire nelle città conquistate. Attualmente in queste città non c'è una sufficiente assistenza umanitaria e medica. Per diversi motivi molte spedizioni umanitarie non raggiungono le destinazioni. L'organizzazione degli aiuti per donne e bambini è già organizzata da un'associazione di organizzazioni di donne con il sostegno di Wadi e Medica Mondiale. Le donne del luogo sono quelle che meglio sanno di cosa c'è bisogno, e posseggono gli strumenti necessari per raggiungere altre donne in stato di emergenza.

Progetti di emergenza per bambini
Questo progetto vuole aiutare le donne in modo veloce e informale con squadre di pronto intervento mobili: infermiere, assistenti sociali e psicologhe lavoreranno nei campi profughi delle province di Suleymaniya e Nuova-Kirkuk.

Squadre d'intervento mobili
Le squadre d'intervento, composte da esperte locali, si recheranno presso le donne che ne hanno bisogno. Ci sarà bisogno di particolare assistenza medica, psicologica e sociale per aiutare donne e uomini vedove/i sotto shock con bambini.

Collaborazione con associazioni di donne irachene
Il progetto sarà gestito da associazioni irachene di donne nelle città di Suleymaniya e Arbil (in cooperazione con Wadi e Medica Mondiale).

Altri progetti in Iraq sostenuti da Medica Mondiale:
1) NAWA Centre for Women in Distress in Suleymaniah (Iraq del Nord). Da oltre sei anni Wadi sostiene in questa regione un centro di consulenza e una casa per le donne, che può accogliere fino a 18 donne con bambini. Nei casi di problematiche acute, la casa riesce ad accogliere le donne e ad offrire terapie a lungo termine.

2) Accompagnamento psicologico, consulenza, telefono d'emergenza. Per la consulenza personale le donne in difficoltà possono contare sulla disponibilità di una psicologa e diverse assistenti sociali, e su richiesta possono mediare assistenza legale. Il progetto è diretto a tutte le donne e ragazze, la cui integrità fisica, psicologica, sociale e politica è stata violata dalle strutture che per anni hanno represso le donne in Iraq.

3) Rete di lavoro con altre organizzazioni di donne che operano nel Nord dell'Iraq. Basandosi sull'esperienza lavorativa con donne in altre zone di guerra, Medica Mondiale e Wadi incentivano l'istituzione di una rete di lavoro con altre organizzazioni di donne. Obiettivo di questo lavoro è la ricostruzione di un sistema di comunicazione e la mobilitazione delle risorse delle donne.

Collaborazione con Wadi
Lo svolgimento ed il monitoraggio del progetto, cioè il costante accompagnamento e la supervisione, sono gestiti da un'organizzazione partner esperta: dal 1991 Wadi (un'associazione di persone e gruppi) si occupa dell'avviamento di progetti d'emergenza in Iraq e nel Kurdistan iracheno. L'organizzazione lavora in primo luogo per donne in situazioni d'emergenza, vittime di violenza sessuale, profughe e/o carcerate.
Dal 1995 Wadi ha nel Kurdistan iracheno un proprio ufficio, nel quale collaboratrici e collaboratori locali si occupano dell'assistenza ai diversi progetti. L'organizzazione inoltre collabora con diverse organizzazioni locali ed internazionali e con le agenzie dell'ONU. In Israele/Palestina Wadi sostiene associazioni di aiuto e di donne locali.

Altri progetti di WADI nel Kurdistan iracheno:
1) Asili per bambini profughi di Kirkuk (Suleymaniya, 1999). Nel Kurdistan iracheno da decenni gli asili fanno parte delle strutture sociali. Dopo l'insurrezione kurda del 1991 contro il regime di Baghdad, e la successiva istituzione della "zona autonoma" per gli asili è diventato sempre più difficile lavorare: a causa del peggioramento della situazione economica molti servizi, come p.es. gli scuolabus, non riescono più ad essere finanziati. Ciò nonostante si riesce ancora ad offrire ai bambini vestiti e un pasto caldo al giorno. Le spese sono sostenute da Wadi.

2) Nell'estate del 1995 Wadi ha aperto, in collaborazione con l'organizzazione di donne kurde Komalla Afretan, una biblioteca della donna nella piccola città di Kifri. Kifri è situata all'estremo sud della zona kurda autonoma. Al di fuori dalla propria sfera privata e casa le donne hanno, nella società kurda, pochissimi spazi pubblici in cui incontrarsi e parlare liberamente dei propri problemi; così questa biblioteca svolge anche un'importante funzione sociale. La struttura è gestita da diverse donne.

Per rapporti dettagliati sul lavoro di Medica Mondiale vedi: www.medicamondiale.org

Per informazioni dettagliate su Wadi ed i suoi progetti in Iraq vedi:
www.wadinet.de; www.wadinet.de/projekte/frauen/khanzad/khanzad.htm; www.wadinet.de/projekte/frauen/kifri/kifri.htm; www.wadinet.de/projekte/fluechtlinge/kinder/kindergaerten.htm; www.wadinet.de/projekte/frauen/nawa/berichtnawa2000.htm

Conti correnti per donazioni:
Medica Mondiale e.V. - Cassa Rurale Lasa, Nr. c/c 0300018724
Medica Mondiale e.V. - Sparkasse Bonn, Nr. c/c: 45000163 - BLZ 38050000
WADI e.V. - Postbank Frankfurt a. M, Nr. c/c: 612305-602 - BLZ 50010060

Per l'Associazione - Don Hugo Senoner, Mauro di Vieste


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