
In: Home > Rundbrief 1-2009 Lettera ai soci
Bozen / Bolzano, 11.12.2009
An die MitgliederInnen der
Gesellschaft für bedrohte Völker - Südtirol
Liebe MitgliederInnen, Freundinnen und Freunde der GfbV,
die GfbV hat ein anstrengendes Jahr hinter sich: Die globale
Wirtschaftskrise hat sich auch im Bereich der Menschenrechte
bemerkbar gemacht, Politiker, nicht nur der westlichen
Länder, schauen auf bestürzende Zahlen und wachsende
Arbeitslosigkeit, Wirtschaftswachstum muss um jeden Preis sein,
Menschenrechte bleiben dabei oftmals auf der Strasse. Zusammen
mit den anderen internationalen Sektionen der GfbV haben wir
deshalb auch 2009 eine intensive Informationsarbeit gemacht, die
vielfach von den Medien aufgegriffen wurde und die Sie auf
unserer immer aktuell gehaltenen Internetsite www.gfbv.it
nachlesen können.
Im Laufe des Jahres 2009 haben wir uns hauptsächlich mit den
Themen der Minderheiten, vor allem Kurden in der Türkei und
der Sinti und Roma In Italien beschäftigt. Zum Thema
"Minderheiten in der Türkei" haben wir als GfbV die DVD
"Kurdistan - the new silk roads" produziert. Der Film beschreibt
hauptsächlich das Los der Menschen in der kurdischen Stadt
Hasankeyf, die dem geplanten Bau eines Staudamms weichen
müssen. Hasankeyf ist auch eine der wichtigsten
archäologischen Stätte am Ufer des Tigris. Mit dem Bau
des Damms wird einerseits die lokale Bevölkerung ihre
Existenzbasis verlieren und andererseits die ganze Menschheit
einen unschätzbaren archäologischen Schatz. Die DVD
wurde von uns im Laufe des Jahres bei verschiedenen Referaten und
Initiativen vorgestellt. Die DVD ist in drei Sprachen (deutsch,
italienisch, englisch) montiert und ein/e jede/r, der/die
seine/ihre GfbV-Mitgliedschaft bei uns im Büro erneuert,
kann kostenlos eine Kopie davon erhalten. Auch haben wir
natürlich die Ergebnisse der Arbeit der
österreichischen und deutschen Sektion übernommen und
versucht, diese auch bei uns und in den italienischen Sprachraum
zu verbreiten.
Weiterhin zum Thema Minderheiten in China werden wir im
Jänner 2010 in Zusammenarbeit mit der Region
Trentino-Südtirol und der europäischen Akademie EURAC
die uigurische Menschenrechtsaktivistin und Präsidentin des
uigurischen Weltkongresses Rebyia Kadeer nach Bozen einladen. Zum
Thema Sinti und Roma haben wir eine Sonderausgabe in deutsch und
italienisch der Zeitschrift pogrom über das gleiche Thema
spezifisch für Schulen erarbeitet und haben versucht, mit
eigenen Presseerklärungen und Informationsarbeit auf die
katastrophale Situation von Sinti und Roma in Italien aufmerksam
zu machen. Wir haben eine engere Zusammenarbeit mit dem Bozner
Sinti-Verein "Nevo Drom" angefangen, mit dem wir vorhaben, 2010
eine internationale Sinti/Roma-Woche mit international bekannten
Persönlichkeiten in Bozen zu veranstalten.
Als GfbV-Südtirol investieren viel Zeit und Energie in junge
Leute und versuchen deshalb so viel wie möglich mit und in
Schulen zu arbeiten. Wir halten Referate in den Schulen und haben
auch 2009 mehrere Praktikanten aus Schulen und Universitäten
aufgenommen. Die meisten der Praktikanten befassen sich bei uns
zum ersten Mal in ihrem Leben mit Menschenrechtsthemen. Die
jahrelange Arbeit im Bereich Schule macht sich nun bezahlt, die
pädagogischen Institute Südtirols verteilen einige
unserer Materialien in den Schulen und Anfang des Jahres wurde
die Gesellschaft für bedrohte Völker in der
Pädagogischen Zeitschrift Südtirols vorgestellt.
Besonders erfreut sind wir über den anhaltenden Erfolg der
2007 von uns organisierten Fotoaustellung über arktische
Völker und Klimawandel. Seit der ersten Ausstellung im
Naturkundemuseum in Bozen im April 2007, ist die Fotoausstellung
der GfbV Bozen beinahe immer ausgebucht gewesen. Von der
Broschüre, die die Ausstellung begleitet, haben wir bisher
ungefähr 1.000 Kopien verteilt. Und angesichts des grossen
Erfolgs der Arktis-Ausstellung, planen wir für 2010 eine
neue Foto-Ausstellung, diesmal über Kultur, Alltag und
Konflikte der indigenen Bevölkerung der Mapuche in Chile.
Zur Zeit reist gerade ein junger italienischer Fotograf im Namen
der Gfbv Südtirol und auf eigene Kosten durch Chile, von wo
er hoffentlich schöne und ausdrucksvolle Bilder und viel
neue Information mitbringen wird.
Zum Abschluss möchten wir noch auf den
Victor-Gollancz-Menschenrechtspreis informieren, der von der
GfbV-Deutschland vergeben wird. 2009 wurde der Preis an den
brasilianischen Indianermissionsrat CIMI und die russische
Menschenrechtsorganisation MEMORIAL vergeben. Entgegengenommen
haben den Preis in Göttingen José Eden Pereira
für CIMI und Oleg Orlow für MEMORIAL. In "vorbildlicher
Hinwendung" habe CIMI die Ureinwohner als gleichberechtigte
Partner anerkannt, verteidige ihre Interessen und vor allem ihren
Anspruch auf ihr traditionelles Land gegen Behörden,
Großgrundbesitzer, Konzerne und die Holzmafia,
begründet die GfbV die Ehrung des Indianermissionsrates mit
dem Victor-Gollancz-Preis. MEMORIAL bekommt die Auszeichnung als
"Verneigung vor dem beispiellosen Mut ihrer Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter, die für ihr aufopferungsvolles
Menschenrechtsengagement in einer feindlich gesinnten Umgebung
täglich ihr Leben riskieren". Acht russische und
tschetschenische MenschenrchtelrInnen wurden in diesem Jahr
bereits kaltblütig ermordet.
Um unserer Informationsarbeit kohärent weiterführen zu
können, sind wir auf Ihre Hilfe angewiesen. Viele
Unterstützer ermöglichen eine sichere
Unabhängigkeit und eine effiziente Menschenrechtsarbeit.
Deshalb erlauben wir uns, Sie an den Mitgliedsjahresbetrag von 30
Euro zu erinnern, wobei allerdings eine jegliche Spende unserer
Arbeit hilft. Beiträge bzw. Spenden können auf unser
Konto bei der Raiffeisenkasse Bozen (IBAN: IT42E 08081
11610 000306002242) oder bei der Sparkasse
(IBAN: IT64F 06045 11600 000005004687)
überwiesen werden. Seit Anfang des Jahres ist die GfbV
Südtirol im Landesverzeichnis der gemeinnützig
tätigen Vereine mit Landesdekret 282/1.1 vom
17.11.2008 eingetragen. Spenden sind also steuerlich
absetzbar. Wie jedes Jahr möchten wir zum Schluss daran
erinnern, dass in unserem Sitz in der Marconistr. 5 in Bozen die
Kalender "Lebenszeichen 2010" zum Preis von
19,00 Euro erhältlich sind.
Wir bedanken uns herzlich für Ihre Aufmerksamkeit und
Mitarbeit
Für die GfbV Südtirol - Hugo Senoner
Ai Soci dell'Associazione per i popoli minacciati -
Sudtirolo
Gentili Signore e Signori, care amiche, cari amici,
il 2009 è stato un anno faticoso per l'APM. La crisi
economica globale si è fatta sentire nell'ambito dei
diritti umani: bilanci preoccupanti e disoccupazione crescente
spingono i politici di tutto il mondo a perseguire la crescita
economica a ogni costo, troppo spesso anche a scapito dei diritti
umani. Insieme alle altre sezioni internazionali dell'APM abbiamo
investito molte energie nel lavoro di informazione che
ripetutamente è stato ripreso dai mezzi di informazione
locali e nazionali e che potete andare a rileggere sul nostro
sito web sempre attualizzato www.gfbv.it.
Nel corso del 2009 ci siamo occupati con particolare attenzione
al tema delle minoranze kurda in Turchia e Sinti e Rom in Italia.
Per il tema delle minoranze in Turchia abbiamo prodotto il DVD
"Kurdistan - the new silk roads" che racconta soprattutto della
sorte degli abitanti di Hasankeyf. Secondo il progetto del
governo turco, l'importante città archeologica e
patrimonio culturale dell'umanità sul Tigri sarà
sommersa dall'acqua del bacino per la futura diga sul Tigri. La
popolazione locale è costretta a lasciare le proprie case
e terreni e perderà tutta la sua base esistenziale. Il
DVD, montato in tre lingue (italiano, tedesco, inglese) viene
distribuito gratuitamente a tutti coloro che rinnoveranno la
propria quota associativa presso il nostro ufficio in via Marconi
5 a Bolzano.
Per quanto riguarda la situazione delle minoranze in Cina stiamo
organizzando per gennaio 2010 insieme alla Regione Trentino-Alto
Adige e all'Accademia Europea EURAC la visita a Bolzano
dell'attivista per i diritti umani uigura e presidentessa del
Congresso Mondiale degli Uiguri Rebya Kadeer. Per quanto riguarda
i Sinti e Rom, abbiamo pubblicato un numero speciale in italiano
e tedesco della rivista dell'APM pogrom. Il numero speciale,
pensato appositamente per le scuole dell'Alto Adige, illustra la
situazione generale di Sinti e Rom in Italia e in Europa. Abbiamo
anche avviato luna collaborazione con l'associazione sinti locale
Nevo Drom con cui vorremmo organizzare nel 2010 a Bolzano una
settimana Sinti e Rom internazionale con la partecipazione di
diverse personalità internazionali.
L'APM di Bolzano dedica molto tempo e energia ai giovani e cerca
di lavorare il più possibile nelle e con le scuole della
nostra provincia. Facciamo interventi nelle scuole e anche nel
2009 abbiamo accolto diversi tirocinanti provenienti sia dalle
scuole superiori sia dalle università. Per molti
tirocinanti, l'esperienza presso l'APM rappresenta il primo
approccio con le tematiche dei diritti umani. Il lavoro svolto
nel corso degli anni ora da i primi frutti: l'Istituto Pedagogico
in lingua tedesca distribuisce alcuni dei nostri materiali nelle
scuole e nei primi mesi del 2009 la nostra associazione per i
diritti umani è stata presentata nella rivista pedagogica
in lingua tedesca Forum Schule heute.
Siamo particolarmente contenti del successo ottenuto dalla mostra
fotografica Arctic - la vita dei popoli indigeni dell'Artico, da
noi organizzata nel 2007. A partire dalla prima esposizione
presso il Museo di scienze Naturali di Bolzano nell'aprile 2007
la mostra è stata quasi continuamente esposta, non solo in
provincia, ma anche in germania e Austria. Inoltre abbiamo
distribuito circa 1.000 copie dell'opuscolo che accompagna la
mostra. Considerato il grande successo della mostra sull'artico,
abbiamo intenzione di allestire nel 2010 una mostra sulla
cultura, vita e i conflitti che vive la popolazione indigena dei
Mapuche in Cile. Attualmente un giovane fotografo sta viaggiando
per conto dell'APM e a proprie spese per il Cile, da dove
speriamo ci possa portare molta informazione sull'attuale
situazione e immagini espressive.
In conclusione vogliamo informarVi sui vincitori del premio per i
diritti umani Victor-Gollancz, conferito dall'APM in Germania.
Nel 2009 il premio è stato assegnato al Consiglio
Missionario Indigenista CIMI in Brasile e all'organizzazione per
i diritti umani russa MEMORIAL. José Eden Pereira e Oleg
Orlow hanno ritirato il premio per le rispettive organizzioni.
Nelle motivazioni per l'assegnazione del premio da parte
dell'APM, si legge che il CIMI viene premiato per l'esemplare
dedizione con cui riconosce le organizzazioni indigene come
partner paritetici, ne difende gli interessi e le rivendicazioni
alla propria terra tradizionale. Memorial invece riceve il premio
Victor Gollancz come segno di profondo rispetto per il coraggio
dei collaboratori e delle collaboratrici che quotidianamente
rischiano la propria vita in un ambiente oltremodo ostile. Nel
corso del 2009 sono stati assassinati a sangue freddo otto
attivisti e attiviste per i diritti umani russi/e e
ceceni/e.
Per poter continuare il nostro lavoro in modo coerente abbiamo
bisogno del vostro sostegno finanziario. Molti sostenitori
rendono sicuri l'indipendenza e l'efficacia del nostro lavoro per
i diritti dell'uomo. Vi ricordiamo che la quota associativa
annuale rimane di 30 euro, ma ogni offerta è utile per il
nostro lavoro. Il contributo/offerta può essere bonificato
sul nostro conto corrente presso la Cassa Rurale di Bolzano,
IBAN: IT42E 08081 11610 000306002242, oppure
presso la Cassa di Risparmio, IBAN: IT64F 06045 11600
000005004687 oppure ancora tramite l'allegato bollettino
postale. Inoltre, dai primi mesi del 2009 l'Associazione per i
popoli minacciati - Sudtirolo è registrata nell'elenco
provinciale delle associazioni di volontariato ONLUS con decreto
provinciale 282/1.1 del 17.11.2008. Tutte le
donazioni sono quindi fiscalmente detraibili. Vi ricordiamo
infine che presso la nostra sede in via Marconi, 5 a Bolzano sono
disponibili i calendari "Lebenszeichen 2010" al
costo di 19,00 euro.
Vi ringraziamo sentitamente per l'attenzione e la
partecipazione
per l'APM-Sudtirolo, Hugo Senoner