Freitag, 12. Mai 2006,
20.30 Uhr"Ab dem Frühjahr 1947 mussten alle Arbeitskräfte auf
den Feldern der umliegenden Dörfer arbeiten. Da gab es zu
Mittag auf dem Feld einen großen Schöpfer gekochten
Reis. Die meisten Mütter aßen nur wenig davon und
brachten den Großteil dieser kargen Mahlzeit zu ihren
Kindern ins Lager. Meinem Kind ging es immer besser als den
meisten anderen: Es hatte mich und die beiden
Großmütter und von allen bekam es etwas ab. Wenn aber
eine Mutter mehrere Kinder hatte und sonst niemand etwas für
die Kinder geben konnte, endete es gewöhnlich so, dass sie
selbst den Hungertod erlitt, weil sie das meiste ihren Kindern
gab".
In schnörkellosen Worten beschreibt die Donauschwäbin
Anna Zentner ihre Vertreibung und Flucht aus Werschetz im Banat
in den Jahren 1945 bis 1947. Nicht die hohe Politik steht im
Vordergrund, sondern das Schicksal einer einfachen Frau, die sich
den Zwängen einer unseligen Zeit unterwerfen musste.
Bei den Pappeln fängt die Freiheit an -
Prokopp & Hechensteiner Verlag - ISBN: 88-6069-000-5 - Preis 13
Euro.
www.prokopp-hechensteiner.com.
Der "Verlag mit der Gans": In Anlehnung an die kapitolinischen
Gänse wollen auch wir die Gesellschaft vom Einschlafen
abhalten.
Lebenszeichen 2006
Farbbildkalender der Gesellschaft für bedrohte VölkerDaten: Format A3, 13 Farbbilder "Der Adler trägt die Seelen der Toten unter seinen
Flügeln und bringt sie in den Himmel" Menschen und Tiere
Von wenigen Ausnahmen abgesehen, haben indigene Völker immer einen respektvollen Umgang mit Tieren gepflegt. Jedes Tier hat grundsätzlich seine Bedeutung und Wichtigkeit, und manchen wird auch eine besondere Verehrung zuteil. Viele Völker leben sehr eng mit Tieren zusammen, andere haben Mittelwege zwischen Zähmung und Nutzung in freier Wildbahn gefunden. So verbringen die Rentierherden sibirischer Nomaden den Großteil der Zeit in Freiheit, wobei die Tiere den Menschen ihren Lebensrhythmus aufzwingen. Sie müssen das Wohl der Herde stets im Auge behalten und mit den Tieren weiterziehen, wenn es das Klima oder die Erschöpfung der Weidegründe erfordern. Andere Völker leben in Symbiose mit den Tieren: Die Mohana im pakistanischen Indus-Tal fischen beispielsweise gemeinsam mit Pelikanen, und die Kasachen jagen mit Adlern. "Sie sind also einer dieser Naturschützer", sagte der junge Inuit mit leicht herausfordernder Stimme. "Sie lieben diese Wildgänse und Robben und wollen sie beschützen?" - "Ja, ich mag Tiere. Ich liebe Wasservögel und Robben, und manchmal brauchen sie Schutz", entgegnete ich. Ich hatte diesen Burschen gerade kennen gelernt und schon stellte er mich auf die Probe. "Nun, ich liebe auch Robben, und ich jage sie gern", sagte er. "Robben sind für unser Volk sehr wichtig. Wir würden ohne sie verhungern. Wie denken Sie darüber?" - "Ich glaube nicht, dass es genug Robben im Meer für alle gibt", erwiderte ich. "Wenn wir sie alle jagten, würde es sie sehr bald nicht mehr geben, nicht wahr? Daher halte ich mich an Rind, und ihr Burschen könnt den Robben nachstellen." Er blickte mich an und lächelte - und so begann eine intensive Freundschaft. Wir arbeiteten bald zusammen, und während der vergangenen 20 Jahre haben der Yup'ik-Inuit Harold Napoleon und ich gemeinsam für den Schutz von Menschen und Tieren gekämpft. Im Laufe der Zeit betrachteten wir uns schließlich sogar als Brüder." Art Davidson, US-amerikanischer Autor, der sich seit über 25 Jahren für die Rechte der indigenen Bevölkerungen einsetzt, im Gespräch mit Harold Napoleon, einem Yup'ik-Inuit. Manchmal kann es also auch zwischen NaturschützerInnen und indigenen Völkern zu Konflikten kommen: Viele (Stadt-) Menschen, die sich für die Umwelt engagieren, haben den intensiven Kontakt mit der Natur oft schon verloren und ignorieren Naturgesetze, wie "Fressen und gefressen werden". Dieser Prozess läuft aber permanent ab, unabhängig vom Menschen. Und wenn der Mensch eingreift, werden allzu oft die Konsequenzen nicht mitgedacht. Über Jahrhunderte haben die sogenannten Kulturvölker weltweit (kleine) Tiere als "Schädlinge" und "Ungeziefer" denunziert und die (großen) "Räuber" bekämpft und deren Ausrottung (z.B. Wölfe oder Bären) in den Annalen gefeiert. Neueste wissenschaftliche Forschungen belegen aber die große Bedeutung selbst kleinster Lebewesen und der Raubtiere: nicht nur als Regulativ für die Tierpopulationen, sondern auch für eine intakte Umwelt. Auch bei der Rinderzucht zeigen sich eklatante Unterschiede zwischen den extensiven Mastbetrieben in der "dominanten" Welt und der nomadischen Herdenhaltung. Während erstere zu einer gigantischen Ressourcenverschwendung und zu Umweltproblemen (z.B. durch die Gülle) führt, war bzw. ist die nomadische Rinderhaltung meist nach wie vor an die örtlichen Gegebenheiten angepasst. Jedenfalls wünschen wir unseren LeserInnen wieder eine interessante Lektüre und viel Gesprächs- und Diskussionsstoff. Allein die Gegenpole Fleischkonsum versus Vegetarismus bergen viel Brisanz. Wir wollen dazu keine Lösungen anbieten, sondern auf die Komplexität der Frage bzw. auf die Eigenverantwortung verweisen. Mit Fleischverzicht allein ist es nicht getan, wie die Inuit beweisen. Sie ernähren sich praktisch ausschließlich von tierischer Nahrung und haben es trotzdem geschafft, ihre sensible Um- und Tierwelt intakt zu halten. P.S.: 100.000 LEBENSZEICHEN. Seit 1992 (damals unter dem Titel "500 Jahre indianischer Widerstand") gibt es den Kalender LEBENSZEICHEN, und der Absatz lag meist zwischen 7.500 und 8.000 Stück. Auch wenn es uns selbst sehr erstaunt hat, so steht damit fest, dass sich nach Adam und Riese LEBENSZEICHEN über 100.000 mal verbreitet haben - ein Grund zu großer Freude und Dankbarkeit. Letztere gilt unseren vielen treuen KäuferInnen und allen, die zum Kalender etwas beigetragen haben. |
Presentazione del libro di Thomas BenedikterIL GROVIGLIO DEL KASHMIR
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Projekt "Sieda" (Stern) - TschetschenienUnterstützung eines Kindergartens in GroznyDie Gesellschaft für bedrohte Völker - Südtirol zusammen mit dem Verein für internationale Zusammenarbeit und Entwicklungshilfe MondoSud-SüdWelt ONLUS unterstützten einen Kindergarten in Grozny. Weiter in sieda-de.html >>>
Progetto "Sieda" (Stella) - CeceniaSostegno di un asilo a GroznyL'Associazione per i popoli minacciati in collaborazione con l'associazione di promozione sociale MondoSud-SüdWelt ONLUS hanno deciso di sostenere un asilo a Grozny. Continua in sieda-it.html >>> |
Flucht und Asyl
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Modello Austria Modell Österreich |
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BZ1999, Associazione Culturale, in collaborazione
con l'Associazione per i popoli minacciati e la Fondazione
Alexander Langer Mercoledì 27 ottobre 2004, ore 21.00
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Il CD di musica sinti per i terremotati del
Molise CD mit Sinti-Musik für Erdbebengeschädigte
in Molise |
Presentazione del libro di Federico RaholaZone definitivamente temporanee: i luoghi dell'umanità in eccessoIncontro con l'autore giovedì 27 novembre, ore 21.00, libreria Mardi Gras, via A. Hofer 4, Bolzano Centri di permanenza temporanea sono nomi che denotano una particolare provvisorietà, ma dentro i quali agisce una forma quasi definitiva di confinamento. Nomi che nascondono, in realtà ciò che essi sono veramente: campi di internamento. L'autore fa una breve genealogia dei campi per arrivare agli attuali campi per migranti, profughi, sfollati e rifugiati. Partendo da una ricerca su di un campo profughi nel Kosovo del dopoguerra, Federico Rahola mette in evidenza i tragici limiti dei diritti umani: esistono ancora tanti uomini che non rientrano e non appartengono a nessuna categoria, sono una umanità superflua. |