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An Jörg Haider, Landeshauptmann
Amt der Kärntner Landesregierung
Büro des Landeshauptmannes
Arnulf Platz 1, A - 9021 Klagenfurt
Fax: 0043/463/5362100, e-mail:E-Maillhjoerg.haider@ktn.gv.at
Ausschwitzlüge - Gulaglüge - Halabjalüge
Wer Völkermord leugnet macht sich mitschuldig!
Gesellschaft für bedrohte Völker Logo
Göttingen, 21.2.2002

"Die Giftgasgeschichte ist noch lange nicht gegessen. Es ist nicht geklärt, wer dort wirklich abgeworfen hat".
Landeshauptmann Jörg Haider in der "Kleinen Zeitung" am 20.02.2002
 

Sehr geehrter Herr Landeshauptmann!

Die Opfer des irakisches Giftgasangriff 1988 auf die kurdische Stadt Halabja.Wer Völkermord leugnet, zieht die Opfer in den Dreck und macht sich mitschuldig! Seit Beginn der Herrschaft der Baath Partei im Irak sind bis zu 500.000 Minderheitenangehörige, Kurden, Assyro-Chaldäische Christen, Yesiden, Turkmenen und andere, durch kontinuierlich fortgesetzten Genozid ums Leben gekommen: Durch Massenvertreibung, in Konzentrations- und Internierungslagern, bei Massakern und Massenhinrichtungen, bei Vergewaltigungen, durch Folterungen und Misshandlungen, durch Gefängnishaft unter extremen Bedingungen, durch konventionelle Bombardements und durch Giftgas. Bitte entnehmen Sie ausgewählte Einzelheiten unserem an Sie gerichteten Offenen Brief vom 15. des Monats.

Sie zweifeln an der Verwendung von Giftgas durch Saddam Hussein. Diese ist jedoch durch unzählige Augenzeugen, Fachleute, Journalisten und sonstige Nahostkenner, durch Aussagen von irakischen Exdiplomaten und Exoffizieren sowie durch Menschenrechtsorganisationen nachgewiesen worden.

Die Opfer des irakisches Giftgasangriff 1988 auf die kurdische Stadt Halabja.Gwynne Roberts, langjähriger renommierter britischer Nahostkorrespondent, GfbV-Beiratsmitglied, hat in einer Filmdokumentation Beweise für das systematische Bombardement des irakischen Kurdistan mit Giftgas vorgelegt und u.a. Beweisstücke vor Ort gesammelt. 1987/88 hatten irakische Kampfhubschrauber und Kampfflugzeuge zahlreiche kurdische und christliche Dörfer mit Giftgas angegriffen. Tote und überlebende Kinder, Frauen und Männer wurden mit Lastwagen fortgeschafft, die noch Lebenden liquidiert. Der irakische Giftgasangriff 1988 auf die kurdische Stadt Halabja forderte 5.000 Opfer. Allein in der Tamjaro-Kaserne wurden 400 mit Giftgas verseuchte kurdische Zivilisten umgebracht.

Im Handbuch "Crimes of War, What the Public Should Know", herausgegeben von Roy Gutman und David Rieff, beide als Genozidberichterstatter aus Bosnien weltbekannt, Pulitzer Preisträger, heißt es: "Halabja war in der Tat kein isolierter Fall. Irakische Dokumente, 1991 von kurdischen Kämpfern beschlagnahmt, dokumentieren, dass 1987 und 1988 Saddam Hussein in seiner Kampagne unter dem Code Namen "Anfal" chemische Waffen in mindestens 60 Fällen gegen kurdische Ortschaften eingesetzt hat." Saddam setzte diese Giftgasangriffe nach 1988 fort. "Diese waren so furchtbar", notierte ein Report der Vereinten Nationen, "und von so gewaltigem Umfang, dass nur wenige Präzedenzfälle seit demzweiten Weltkrieg zu finden sind". Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch kam nach Durchsicht von vier Millionen Dokumenten im Nord Irak zu dem Ergebnis, schon allein wegen der Anfal Offensive müsste Saddam Hussein wegen Genozid angeklagt werden. Der britische Nahost und Kurdistan Experte Roberts schätzt die Zahl der Opfer auf 150.000, "Crimes of War" auf 60.000. Die GfbV hält eine Zahl der Opfer von um die 100.000 für realistisch. Sie hatte seit 1987 die Beteiligung zweier deutscher Firmen, Pilot Plant und Kolb aus Dreieich in Hessen,  am Aufbau der irakischen Giftgasindustrie aufgedeckt. Den Verantwortlichen der beiden Firmen, die vorübergehend inhaftiert waren, wurde diese Beteiligung nachgewiesen. Sie wurden zwar vor Gericht gestellt und für schuldig befunden, wegen Verjährung ihrer Delikte jedoch freigelassen.

Mit freundlichen Grüßen
Tilman Zülch


Siehe auch:
Linkwww.gfbv.it/2c-stampa/02-1/020215de.htmlLinkwww.gfbv.it/2c-stampa/02-1/020212de.html
Linkwww.gfbv.it/2c-stampa/01-3/010913de.htmlLinkwww.gfbv.it/2c-stampa/01-2/010731de.html
Linkwww.gfbv.it/2c-stampa/1-01/15-3-dt.html
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