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20. November 2005: Weltkindertag

Albtraum Nord-Uganda: Schutz für Kinder in vergessenem Bürgerkrieg gefordert!

Bozen, 16. November 2005

Zum Weltkindertag hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) noch ein Mal mehr Schutz für die Kinder in den Bürgerkriegsregionen Nordugandas gefordert. Die Welt muss endlich handeln: allein seit Januar 2005 sind dort 19.000 Kinder aufgrund von Bürgerkrieg und Krankheiten gestorben. Die Regierung Ugandas müss gedrängt werden, sich im Interesse der Kinder endlich glaubwürdig um eine Friedenslösung zu bemühen. Die GfbV hat vom Kinderrechtskomitee der Vereinten Nationen, das bis Ende September in Genf getagt hat, gefordert, Uganda zu verurteilen, weil den jüngsten Opfern des Bürgerkrieges jeder Schutz versagt und die Internationale Kinderrechtskonvention verletzt wird.

In dem von der Regierung Ugandas vorgelegtem Bericht zur Lage der Kinder in dem ostafrikanischen Land wird ihre dramatische Situation in unverantwortlicher Weise verharmlost. Mit keinem Wort wird auf das Schicksal der mehr als 40.000 Kinder eingegangen, die jede Nacht kilometerweit laufen müssten, um in den Städten Zuflucht vor Übergriffen zu suchen. Auch wird nicht erwähnt, dass die regulären Streitkräfte systematisch Kindersoldaten rekrutieren, die zuvor von den Rebellen der Lord's Resistance Army (LRA) zum Dienst an der Waffe gezwungen worden waren und flüchten konnten.

Die Kinder sind die Hauptleidtragenden in diesem vergessenen Konflikt. Er ist einer der schlimmsten humanitären Katastrophen weltweit. Nach Informationen der Weltkinderorganisation UNICEF fordern Bürgerkrieg und Krankheiten in der Region rund 1000 Tote wöchentlich, darunter hunderte von Kindern. Mindestens 23% der schulpflichtigen Kinder in der Region können nicht am Unterricht teilnehmen, weil sie von der Armee zum Verlassen ihrer Dörfer gezwungen wurden und in den Flüchtlingslagern keine ausreichende Schulversorgung besteht. Mehr als 90% der Zivilbevölkerung im Norden Ugandas ist auf der Flucht.

Am 18. November organisiert die Gesellschaft für bedrohte Völker in Zusammenarbeit mit der Genossenschaft Sonnenschein von 9 bis 13 Uhr eine Aktion auf der Talfersbrücke in Bozen, in der auch auch Informationsmaterial über die dramatische Situation der Kindersoldaten in Uganda. Anlässlich des Weltkindertags wollen die Vereine die Öffentlichkeit über die Themen "Gewalt an Minderjährigen" und "Kindersoldaten in Uganda" sensibilisieren.


Siehe auch:
* www.gfbv.it: www.gfbv.it/3dossier/africa/uganda.html | www.gfbv.it/2c-stampa/2005/050919de.html | www.gfbv.it/2c-stampa/04-1/041115ade.html | www.gfbv.it/2c-stampa/04-1/040518de.html | www.gfbv.it/2c-stampa/03-2/030919de.html | www.gfbv.it/2c-stampa/02-3/020919de.html | www.gfbv.it/2c-stampa/02-1/020416ade.html | www.gfbv.it/2c-stampa/02-1/020208de.html

* www: www.unicef.de/fileadmin/mediathek/download/i_0095.pdf | www.unicef.de | www.kindersoldaten.de | www.kindernet.at/strassenkinder/ki_sol.htm

Letzte Aktual.: 17.11.2005 | Copyright | Suchmaschine | URL: www.gfbv.it/2c-stampa/2005/051116de.html | XHTML 1.0 / CSS / WAI AAA | WEBdesign, Info: M. di Vieste

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